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Jahrgang 1921 "Eene meene muh und raus bist Du!" Kinderjahre - Schulzeit -Arbeitsdienst - Wehrmacht 21 Jahre von den Kinderschuhen zu den Knobelbechern Erinnerungen Teil 1 Berichtet von Ritterkreuzträger Leutnant a.D. Georg Bose
Nicht im Buchhandel erhältlich ! 143 Seiten, 74 Fotos und Abbildungen, Softcover. 15,00 Euro zzgl. Verpackung und Versand. Dieser Titel ist momentan vergriffen und leider nicht mehr lieferbar !!!
In Teil 1 seiner Erinnerungen erzählt der spätere Ritterkreuzträger Georg Bose von seiner Jugend- und Schulzeit, von der Zeit beim Reichsarbeitsdienst und über seine militärischen Erlebnisse während des Krieges bis in den Zeitraum Frühjahr 1943 hinein. Er berichtet von seiner Ausbildung als Flaksoldat, der Versetzung zur Artillerie und der Teilnahme am Beginn des Rußlandfeldzuges, es folgen der Offiziersanwärter-Lehrgang und der Einsatz als Vorgeschobener Beobachter an der Wolchow Front und sein Weg zur Sturmartillerie.
Auszug aus dem Inhalt " ... Am Abend des 21. Juni 1941 habe ich wieder zum Zapfenstreich geblasen, anschließend suchte ich mein Zelt auf, das mir lieber als Unterkunft war, und nur mit Turnhose bekleidet wickelte ich mich in meine Decke. Das richtige Einwickeln in eine Decke in solch einer Situation hatte uns schon unser Führer vor zehn Jahren beim "Scharnhorst-Bund" (Jugend des Stahlhelms) gelehrt und ich dachte gern an seinen Ratschlag. Gegen 1 Uhr 30 rüttelte mich ein Posten unserer Nachtwache und auf meine verschlafene Frage, was denn los sei, teilte er mir mit, daß der Spieß befohlen hatte, ich sollte um 1 Uhr 45 das Alarm-Signal blasen! Ich fragte natürlich warum, aber erhielt die Antwort, daß er es auch nicht wüßte! Ich tat, was mir befohlen war und schmetterte das "Kartoffelsupp-Signal" in die Nacht hinein! Aus Scheune und Zelten kamen meine Kamderaden verschlafen heraus und schimpften los: "Bist Du denn ganz verrückt geworden, wir wollen schlafen!" Oder: "Ruhe, Ihr Idioten!" Aber da stand schon der Spieß in voller Montur auf dem Antreteplatz und verkündete mit lauter Stimme: "Alles herhören! In zehn Minuten Antreten in voller Uniform, Beeilung, ich will Bewegung sehen!" Jetzt wirbelte alles durcheinander, denn, wenn der Spieß etwas ankündigte, dann gab es keine Widerrede! Die Batterie stand pünktlich und vollzählig und der Spieß kommandierte: "Stillgestanden - Rechts um - Ohne Tritt marsch!" Er führte uns auf eine Wiese mit einem leichten Hang, so daß wir fast wie auf einem Thingplatz (altgermanischer Versammlungsort) saßen. Der Batteriechef kam mit den beiden Offizieren, der Spieß meldete die Vollzähligkeit und Oberleutnant Grünert zog ein Papier aus seiner Jackentasche. Leutnant Fischer schaltete seine Taschenlampe ein und beleuchtete das Schriftstück in den Händen des Chefs. Dann traf uns fast der Schlag! Mit leicht erregter Stimme las der Oberleutnant vor: "Auf Befehl des Führers und Reichskanzlers tritt am Morgen des 22. Juni 1941 um 5 Uhr 20 die Deutsche Wehrmacht zum Kampf gegen den bolschewistischen Gegner an, der unablässig unsere Grenzen bedroht! Usw., usw." Wir saßen da, teils mit offenem Mund, weil wir diesen Befehl zunächst einmal gar nicht begreifen konnten! Wir hatten doch einen Nichtangriffspakt mit der Sowjetunion geschlossen! Es waren ganz normale Handelsbeziehungen zu diesem, wenn auch kommunistischen Land geknüpft! Warum sollten wir dieses Land denn angreifen? Verstanden hatten wir diesen Befehl nicht, aber jetzt setzte der soldatische Gehorsam ein: "Jeder Befehl der Obersten Heeresleitung ist bedingungslos auszuführen!" Es blieb nicht viel Zeit zum Grübeln, denn weitere Befehle folgten. Die Batterie zieht sofort in die bereits eingemessene Feuerstellung. Die Munitionsfahrzeuge versorgen die einzelnen Geschütze mit Munition, die übrigen Teile der Batterie verladen und stellen sich am Ortsausgang zum Abmarsch bereit. Die Ziele der Batterie waren auf der Karte fest gelegt und nun befiel uns alle eine unheimliche Anspannung .... " |