"Ob´s stürmt oder schneit ...!"

Mit meinem Sturmgeschütz im Einsatz

In der Sturmgeschützabteilung 177 und Panzerjägerabteilung 69 (3. Kavalleriebrigade)

Erinnerungen Teil 2

Berichtet von Ritterkreuzträger Leutnant a. D. Georg Bose

 

Nicht im Buchhandel erhältlich !

289 Seiten, 114 Fotos und Abbildungen, Softcover.

22,00 Euro zzgl. Verpackung und Versand.

 

In Teil 2 seiner Erinnerungen schildert Georg Bose seine Einsätze als Sturmartillerist, beginnend mit der Panzerschlacht um Kursk im Sommer 1943. Er erzählt von seinem ununterbrochenem Einsatz an den Fronten im Osten bis zum bitteren Ende in Ungarn 1945. Gleichzeitig bildet seine Abhandlung auch eine ausführliche Chronik der Sturmgeschützabteilung 177, die im späteren Kriegsverlauf als Panzerjägerabteilung 69 in die 3. Kavalleriebrigade eingegliedert wurde.

 

Auszug aus dem Inhalt:

" ... Mit erhobenem Arm zeigte ich Oberleutnant Zitzen an, daß wir bereit waren und er zeigte zu einem Birkenwaldrand. Sofort erkannte ich dort eine Bewegung in den dürren Bäumen, was nach Panzeranmarsch aussah. Die Bäume knickten in unsere Richtung um und schweres Röhren von einem Dieselmotor war zu hören. "Hans, da kommt einer!", rief ich Sdun zu und erklärte ihm die Zielrichtung. Er kurbelte heftig sein Rohr bis zum Anschlag nach rechts und der Fahrer mußte noch etwas nachrücken. "Hab ihn", bestätigte Sdun, und dann kam er wie ein Edelhirsch aus dem Dickicht hervorgebrochen.

Ein KW II, der größte, den die Russen zur Zeit ins Gefecht bringen konnten. Mit seinem Gewicht von 52 Tonnen und dem 12,8 cm Rohrkaliber kam er bedrohlich auf die Straße nach Witebsk zugefahren. Solch einen Brocken hatten wir noch nicht vor unser Rohr bekommen und konnten auch nicht wissen, ob unsere Geschosse die Panzerung durchschlagen werden!? Zur Auswahl hatten wir außer den üblichen Granaten immer 6 Panzerkerngranaten in Reserve, die nur die Panzerung durchschlagen, aber nicht wie die anderen dahinter explodieren, trotzdem hatte dann die Splitterwirkung auch eine verheerende Wirkung für die Besatzung. "Kurtel, nimm die Kerngranaten!", rief ich dem Ladekanonier zu. Die sogenannte Anfangsgeschwindigkeit V0 war erheblich höher gegenüber den anderen Panzergranaten und der Abschußknall war barbarisch hart. Es war empfehlenswert, beim Abfeuern kurz die Finger in die Ohren zu stecken.

Wir hatten sie zum ersten Mal benutzt. "Treffer", rief ich beruhigt aus, denn ich sah den etwa 200 Meter entfernten, immer noch dröhnenden Panzer, wie er nach dem Einschlag stockte. "Noch eine drauf, der ist noch nicht hin!", rief ich Hans zu und der zweite Treffer schlug gegen den Turm. Die Granate schlug nicht durch! Jetzt erst hatte die Besatzung des KW II erkannt, wo die Schüsse herkamen und ziemlich träge drehte sich der Turm mit seiner tödlichen Kanone in unsere Richtung. "Schnell eine Panzerspreng auf den Drehkranz!", kommandierte ich zu Hans und Kurtel gewandt. Sie reagierten hervorragend und schnell. Der dritte Schuß schlug direkt am Turmdrehkranz ein und mit einer schwarzen Wolke, die den Turmdeckel hoch riß, schlugen die ersten Flammen aus dem Panzer. "Der dickste Brocken", strahlte Hans und drehte sich zu mir um. Ich klopfte ihm anerkennend auf die Schulter und umgehend mischten wir uns in den Abwehrkampf der 2. Batterie gegen die anrennende Infanterie ein. ... "

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